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Tourismus

In der Kulturlandschaft Spreewald leben etwa 50.000 Menschen. Im Jahre 1990 wurde der Spreewald auf einer Fläche von 480 km² zum Biosphärenreservat Spreewald erklärt, 1991 wurde dieser Status von der UNESCO bestätigt. Der Spreewald ist mit einer Fläche von über 48.000 ha eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft, ein dichtes Netz von Fließen (1.000 km Wasserarme) durchzogen mit Feldern, Wiesen und Gehölz. Lübbenau (sorbisch/wendisch – Lubnjow/Blota) ist einer dieser Orte im Spreewald der an dieses wunderschöne Naturgebiet angeschlossen ist. Schon Theodor Fontane bezeichnete diese Stadt als „heimliche Hauptstadt des Spreewalds“. Erstmals wurde Lübbenau im Jahre 1315 erwähnt, die ältesten Erwerbszweige waren die Leinenweberei, Bierbrauerei und der Gemüseanbau.

Kahn

Ein Ausflug mit dem traditionellen Holzkahn oder Paddelboot lohnt sich also auf den ca. 250 km befahrbaren Fließen. Kahnfahrten lassen sich von mehreren Anbietern aus in unserer Stadt Lübbenau durchführen. Ausgangspunkt sind die Kahnfährhäfen von denen man sowohl Kurzkahnfahrten als auch Tageskahnfahrten antreten kann, z.B. zu den Spreewaldorten Lehde und Leipe. Oder Sie treten Ihre individuelle Bootstour selbst an und werden aktiv auf dem Wasser in einem Paddelboot.

Umliegende Dörfer Leipe und Lehde

Das Spreewalddorf Leipe ist ein auf Kaupen (Schwemmsandinsel) erbautes Dorf. Es ist über dem 7 km langen Europawanderweg über 13 Brücken und Fließe oder dem Leipschen Weg zu erreichen. Bis 1936 galt der Kahn als einzige Verbindung zum Dorf . In der „Heimatstube“ kann man sich über die Geschichte und das Leben des Spreewalddorfes erkundigen. Das Fest der Jäger, Fischer und Landwirte ist der Höhepunkt am letzten Samstag im Juli jeden Jahres.

Das „Venedig des Spreewaldes“ ist das Dorf Lehde, ca. 420ha groß. Es wird auch als Museumsdorf bezeichnet und steht in seiner Gesamtheit unter Denkmalschutz. Das Freilandmuseum, das Bauernhaus und das Gurkenmuseum befinden sich in diesem Ort. Die ländlichen Arbeitsmethoden und Gewohnheiten wie z.B. der Transport aller landwirtschaftlichen Erzeugnisse, auf dem Wasserweg, sind über Jahrhunderte unverändert geblieben. Alljährlich beliebter Kultureller Höhepunkt ist das Lehde-Fest Ende September.

Produkte

Doch nicht nur die herrliche Landschaft macht den Spreewald so berühmt. Eine Vielzahl erlesener Produkte der regionalen Land- und Ernährungswirtschaft, allen voran die „Spreewälder Gurke“ als Sympathieträger der Region, begründet den guten Ruf. Die vermutlich aus Indien stammende Beerenfrucht in ihrer pikanten Verarbeitung verwöhnt als Gewürz-, Senf-, Knoblauch-, Pfeffer- und Saure Gurke den Feinschmecker. Dieser Gurke ist auch der alljährlich stattfindende Spreewälder Gurkentag gewidmet. Bei diesem Fest rund um die Gurke, wird das Gurkenkönigspaar gekrönt, das ein Jahr lang die Spreewaldregion repräsentiert. Am Spreewaldhafen gibt es eine Reihe von Ständen der verschiedensten Spreewälder Gurkenbetriebe, hier kann jeder die verschiedenen Gurken verkosten und mit nach Hause nehmen. Auch der Gemüseanbau von Zwiebeln und Meerrettich ist berühmt für diese Region.

Tradition

Eine schöne Tradition sind die verschiedenen Trachten der Region. Diese stammen von den Sorben und Wenden die einst diese Region bewohnten. Die Tracht wurde bis in die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts täglich von Frauen getragen. Heute werden die Arbeitstrachten und Festtagstrachten nur noch zu Feierlichkeiten, Festen und Fastnachten ( „Zapust“) zur Schau gestellt, auch zu Stadtführungen wird die Tracht noch als touristische Attraktion getragen.

Das Osterfest wird noch heute mit seinen Sitten und Bräuchen gepflegt, wie das Ostereierverzieren in verschiedenen Techniken.

Gebäude der Stadt

Die Nikolaikirche, fertig gestellt 1741 im Stil des Dresdener Barocks oder das Spreewaldmuseum,1784 errichtet, befindet sich im Torbogen und kann es auf einem gemütlichen Stadtbummel besuchen. Die Kirche (nach Plänen von Gottfried Findeisen) befindet sich am Topfmarkt, dem Mittelpunkt der Altstadt Lübbenau. In Ihr finden das ganze Jahr über verschiedene Konzerte statt. Die historische Postmeilensäule befindet sich auf der Karl-Marx-Straße. Sie wurde 1740 errichtet und stammt aus der Zeit August des Starken und berichtet über die Distanzen zu den nächst größten sächsischen Orten. Das Torhaus (1850) ist ein dreigeschossiger Backsteinbau. Früher diente der Bau als Königliches Amtsgericht und heute ist das Spreewaldmuseum an dieser Stelle. Themen wie Mittelalter, ansässiges Handwerk oder Leinenweberei und auch regelmäßige Sonderausstellungen werden für unsere Gäste angeboten. Im Torbogen des Torhauses hängt ein Kieferknochen eines Wales. Das Schloss erbaut von 1817 bis 1820 beherbergt heute ein Hotel. Zum Schlossbezirk gehören auch das sogenannte Efeuhaus, die Orangerie und die ehemalige Gerichtskanzlei.

Aktiv

Körperlich aktiv können Sie bei zahlreichen Möglichkeiten zu Wasser oder zu Land werden um das Wohlbefinden zu steigern und Spaß zu haben. Gute, ausgeschilderte Wege stehen für Skater, Radler, Wanderer und Walker zur Verfügung. Ebenso kommen Sie per Kanu, Paddelboot, Kajak oder Kanadier als Wasserwanderer auf Ihre Kosten. Die Flussarme durch Wald und Wiesen sind gut zu ergründen.

Erholung

Attraktive Sauna- und Badelandschaften zur grenzenlosen Entspannung finden sie z.B. in der Spreewaldtherme Burg, im Spreewelten Sauna- und Badeparadies Lübbenau oder dem Tropical Island Resort in Brand. Harmonie zwischen Körper, Geist und Seele erhalten Sie auch bei „In Harmonie“ im Spreewalddorf Lehde. Hier können Sie bei wohltuenden Massagen, anregenden Bäder und exklusiven Kosmetikanwendung entspannen.